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Studentenkredit vs. Bildungsfonds: Eine echte Alternative?

16
jan 09
Eine Alternative zu der Studienförderung durch Studienkredite bieten entsprechende Fonds, die ebenfalls zu diesem Zweck Gelder ausschütten. Das Prinzip dieser Fonds beruht darauf, dass mehrere Investoren in diese investieren und dadurch eine Geldschöpfung für Studierende schaffen. Die Rendite sollen die Studierenden später einbringen, wenn sie im Berufsleben sind und ihrerseits etwas in den Fond zurückbezahlen.

Das Versprechen lautet dabei, dass jeder Studierende nur soweit monatlich belastet wird, wie er es mit seinem späteren Einkommen leicht verkraften kann. Grundsätzlich haben Bildungsfonds für den einzelnen Kreditnehmer den Vorteil, dass sie nicht alleine zur Kasse gebeten werden. Damit ein solcher Bildungsfonds sich nämlich trägt und mittel- bis langfristig Rendite für die Investoren abwirft, müssen alle Studenten später ein wenig mehr zurückgeben, als sie erhalten haben (soweit die Theorie...).

Für den Einzelnen besteht der konkrete Vorteil darin, dass monatlich "nur" ein prozentueller Teil des Monatsgehalts zu Gunsten des Fonds abgezwackt wird, ohne dass dabei ein Schuldenberg im Hintergrund steht, wie er bei einem Studienkredit zwangsläufig entsteht. Die Investoren holen sich ihren Anteil + einige Prozente später einfach über eine gewisse Zeitspanne zurück, wenn der ehemals Studierende dann ein monatliches Einkommen hat. Die Kehrseite der Medaille ist meist, dass der Zugang zu Bildungsfonds auch meist nur jenen Studierenden offen steht, die später mal viel verdienen werden. Das Auswahlverfahren ist also sehr auf Leistung bezogen.

Es folgen nun mehrere Anbieter solcher Finanzierungskonzepte im Überblick:

CareerConcept
Deutsche Bildung
DKB Studentenkredit
Festo Studentenkredit


Abschließend lässt sich über alle Bildungsfonds sagen, dass sie keinen so akuten Schuldendruck erzeugen wie ein Studentenkredit, da das Geld (meistens) erst dann eingefordert wird, wenn Einnahmen vorliegen. Allerdings ist es ein systemischer Widerspruch in sich, dass Bildungsfonds vor allem jene favorisieren, die später mal viel verdienen. Denn genau die werden durch einen Bankkredit meist viel weniger belastet. Für jene hingegen, die später weniger verdienen, ist ein Bildungsfonds zwar eine feine Sache, weil sie fast immer weniger zurückbezahlen müssen, als es bei einem Bankkredit der Fall wäre. Doch gehört diese Verdienstgruppe nicht wirklich zur eigentlichen Zielgruppe der Bildungsfonds.

Insofern ist es eine sehr individuelle Ermessenssache, ob man eher einem Studentenkredit oder einem Bildungsfonds den Vorzug geben soll. Banken haben meist längere Laufzeiten auf ihrer Seite als Argument zu verbuchen. Die Bildungsfonds glänzen dagegen durch spezielle Zusatzleistungen (Qualifikationssteigerung, hohe Einmalzahlungen etc.) sowie durch das Ausbleiben des bedrohlichen Schuldenbergs. Vergleichen lohnt sich auf alle Fälle!


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